Maístjarna von Hestabakki 21.04.2009 – 28.07.2025
Wo soll man anfangen, wenn man auf einmal ein geliebtes Pferd verliert. Zwischen der Diagnose Augendefekt und dem Jetzt blieben uns noch 3 Wochen bevor wir die Entscheidung fällen mussten. Nun sind die Plätze leer, die sie stets mit ihrer freundlichen, sanften Art aber auch mit viel Power und Energie gefüllt hatte.
Ein kleiner Rückblick:
Geboren zwar im April aber zwei Tage nach unserem isländisch Reiten-Sprechen-Singen-Kurs, an dem wir das Lied Maístjarna rauf und runter gesungen hatten, war ihr Name ja eigentlich schon mit in die Wiege gelegt worden. Zumal auch zu unserer Freude ein kleiner winziger Stern auf ihrer Stirn prangte. Ein Maistern war aufgegangen. Als jüngste unter den 5 Vollgeschwistern von Blakkur f. Hvítárbakka und Dama f. Lýtingstöðum, war beim Anreiten irgendwie klar, dass sie bei uns bleiben würde. Es war ein bischen Speziell anfangs den taktklaren Tölt zu finden und dann dieses stürmische Temperament. Nicht einfach für den allgemeinen Markt.
So wurde sie unser Pferd. Ein Pferd auf welches immer 100 prozentig Verlass war. Immer ehrlich, einsatzbereit, stolz und schön. Wenn man aufgestiegen ist musste es aber auch bitte recht zügig losgehen.
Auch eine kleine sportliche Karriere hat sie vorzuweisen. Ihre beste Gangart war definitiv ihr guter Rennpass. So konnte Hólmi einmal einen Finalplatz auf dem Passchampionat in Verden im A-Flókkur erreiten und mit Nina ist sie ein paar mal im Fünfgang gestartet. Das war im Finale allerdings immer etwas schwierig, wenn der Tacho eigentlich auf 50 kmh stand und sie dann Schritt gehen sollte. Eine Gangart die sie häufig als völlig überflüssig empfand.
Also entwickelte sie sich mit der Zeit zu Ninas Ausreitpferd, auf dem man einfach mal die Seele baumeln lassen und die wunderbare Kraft eines stolzen Islandpferdes spüren konnte.




